Das "Weichenwerk Butzbach" war am 31. August 2001 das Ziel einer Exkursion des Akademischen Arbeitskreises Schienenverkehr der TU Darmstadt (Aka Bahn).

Nach einer etwas unplanmäßigen Anreise (Betriebsstörung bei der Bahn wegen eines von einem Bagger beschädigten Fahrleitungsmastes) wurde die Gruppe des Aka Bahn am Bahnhof Butzbach in Empfang genommen und zur Betriebsstätte gefahren.

Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Werkes wurde uns anhand einer Skizze der generelle Aufbau einer Weiche erklärt und auf die Details eingegangen, die einerseits ein sicheres Befahren der Weiche in beiden Lagen ermöglichen, aber auch ein komfortableres Fahrgefühl für den Fahrgast bringen. Hierbei wurde sehr deutlich, daß es viele Parameter gibt, die bei der Planung einer Weiche berücksichtigt werden müssen.

Da jede Weiche ein Unikat ist, muß auch jede Weiche einzeln geplant werden. In der Planungsabteilung wird natürlich heutzutage mit EDV gearbeitet. An einer fiktiven Weiche konnten die Teilnehmer dann ausprobieren, wie sich die Parameter wie Geschwindigkeiten, usw., auf den Bauplan der Weiche auswirken. So führte der Wunsch nach einer hohen Abzweiggeschwindigkeit bei hohem Komfort für den Reisenden zu einer seeeeeehr langen Weiche.

Nach der Theorie folgte die Praxis: Im Materiallager wurde auf die verschiedenen Rohmaterialien eingegegangen; auch die zur Weiche gehörenden, ebenfalls individuell angefertigten Schwellenteile wurden vorgestellt. Heute werden meist Betonschwellen eingesetzt; für bestimmte Anwendungsfälle sind jedoch immer noch Holzschwellen im Einsatz.

Die Herzstücke der Weichen müssen ebenfalls nach Bauplan manuell angefertigt werden.
An der Länge der Halle sieht man, wie groß manche Weichen werden können ... Hier ist gerade eine Weiche mit beweglicher Herzstückspitze in Arbeit. 
Auch in der Produktion ist EDV im Einsatz - hier in der Materialbearbeitung. 

Nach dem ausgedehnten Rundgang mit tiefem Einblick in die Produktion konnten viele Fachfragen beim anschließenden Mittagessen erörtert werden.

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