{"id":503,"date":"1999-10-05T17:40:27","date_gmt":"1999-10-05T15:40:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/?p=503"},"modified":"2019-03-25T09:03:23","modified_gmt":"2019-03-25T08:03:23","slug":"1999-aka-bahn-exkursion-nach-aachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/exkursionen\/1999\/10\/05\/1999-aka-bahn-exkursion-nach-aachen\/","title":{"rendered":"1999 &#8211; AKA Bahn Exkursion nach Aachen"},"content":{"rendered":"\n<p>Am Freitag den 03. 09. 1999 wurde Exkursion zum Signallabor (ELVA) der RWTH Aachen, der D\u00fcrener Kreisbahn in D\u00fcren sowie zum  Zentralstellwerks der Rheinbraun AG in Auenheim durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Am Freitag, 03.September 1999 haben sich viele Mitglieder des AKA Bahn auf den Weg gemacht, um sich die Region Aachen unter dem Gesichtspunkt der Schienenverkehrstechnik n\u00e4her zu  betrachten. Unsere erste Station dieses Tages war das <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Signallabor der  Rheinisch-Westf\u00e4lischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"http:\/\/www.via.rwth-aachen.de\/downloads\/ELVA_Blog.pdf\" target=\"_blank\">Signallabor der  Rheinisch-Westf\u00e4lischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen<\/a>. Nach der  Begr\u00fc\u00dfung durch die Mitarbeiter des dortigen Instituts wurde uns die  Anlage erl\u00e4utert. Sie besteht aus zwei Bahnh\u00f6fen mit mechanischen  Stellwerken, ein paar mechanischen Blockstellen, einem Bahnhof mit je  einem elektromechanischen Stellwerk E43 f\u00fcr Fahrdienstleiter und W\u00e4rter  sowie einem Bahnhof mit Spurplan-Drucktastenstellwerk der Bauform  Siemens DR S 60. Diese Betriebsstellen waren alle miteinander verbunden  auf einer H0-Anlage. Auf einer zweiten Anlage, die r\u00e4umlich ungef\u00e4hr die  H\u00e4lfte der ersten einnahm, wurde ein elektronisches Stellwerk (ESTW)  realisiert. Dieses ESTW wurde in Eigenregie programmiert und mittels  zweier unabh\u00e4ngiger Rechner betrieben, also sehr wirklichkeitsgetreu.  Besonders faszinierend war die Idee und Ausf\u00fchrung eines umgebauten  Steuerwagens, in dem eine Fingerkamera eingebaut war, so da\u00df man auf  einem Monitor eine F\u00fchrerstandsfahrt miterleben konnte. Der Aufenthalt  von knapp zwei Stunden war meiner Meinung nach etwas zu kurz, um die  Anlage genauer kennenzulernen. Trotzdem reichte die Zeit, um die  Betriebsstellen zu besetzen und einen kleinen Fahrplan von ca. 45 min.  Dauer zu fahren. Das relativ umfangreiche E43-Stellwerk mit W\u00e4rter hat  uns dann ein wenig Probleme bereitet, weil wir von unserer Abzweigstelle  in Darmstadt nur zwei Weichen- und zwei Signalhebel am E43 gewohnt  sind. Aber es war interessant, lehrreich und der Spa\u00df kam dabei auch  nicht zu kurz. N\u00e4here Informationen zum Signallabor an der RWTH Aachen  gibt es unter <a href=\"http:\/\/www.rwth.de\/\">www.rwth.de<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chste Station f\u00fchrte uns nach D\u00fcren zu  der privaten D\u00fcrener Kreisbahn. Am Bahnhof wurden wir bereits von  unserem Ansprechpartner der D\u00fcrener Kreisbahn und einem weiteren  Mitarbeiter erwartet. In einem Triebfahrzeug wurden wir als Rangierfahrt  zum Betriebshof transportiert. Auf dem Weg dorthin mu\u00dften wir auch  einen beschrankten Bahn\u00fcbergang (B\u00dc) passieren. Dazu mu\u00dfte unser Ansprechpartner den B\u00dc mittels zweier Kurbeln schlie\u00dfen und wieder  \u00f6ffnen. Leider durften einige von uns ihm dabei nicht zur Hand gehen. Im Betriebshof angekommen, wurde uns ein ausf\u00fchrlicher Vortrag \u00fcber das  Konzept und die Planung f\u00fcr die Zukunft der D\u00fcrener Kreisbahn gehalten. Die Strecke verl\u00e4uft von D\u00fcren entlang der Rur bis nach Heimbach.  Teilweise zweigleisig und im Viertelstundentakt, sonst im  Halbstundentakt. Im Fahrdienstleiterb\u00fcro werden die Kreuzungen der Z\u00fcge  in den Bahnh\u00f6fen der eingleisigen Strecke am Bildschirm koordiniert. Der  Fahrdienstleiter hat eher eine Kontrollfunktion, da die Strecke \u00fcber  Selbststellbetrieb verf\u00fcgt. Unser Besuch dort betrug ca. 1 Std. und war  auch interessant. <\/p>\n\n\n\n<p>Als letzter Punkt auf unserer Exkursion  stand der Besuch des Zentralstellwerks der Rheinbraun AG in Auenheim.  Nach anf\u00e4nglichen Schwierigkeiten dieses zu finden, hat uns unser  Ansprechpartner die letzten Meter in die N\u00e4he eines Bauernhofes auf dem  Land gelotst. Dort n\u00e4mlich befindet sich das Zentralstellwerk. Nach  einer Einf\u00fchrung \u00fcber das Streckennetz zur Bef\u00f6rderung der Braunkohle  vom Tagebau zu den umliegenden Kraftwerken und den weiterverabeitenden  Fabriken, wurde uns die Leitstelle gezeigt. Vor einer riesigen  Spurplanbedienwand, die fast einen Halbkreis beschreibt, sitzen in der  Mitte zwei Fahrdienstleiter, die den Zugverkehr \u00fcberwachen und  koordinieren. Ein Weiterer sitzt hinter den beiden. Die G\u00fcter- und  Abraumz\u00fcge verkehren nicht etwa nach Fahrplan, sondern nach den  individuellen Bed\u00fcrfnisse der Kraftwerke und Fabriken. Die  Besonderheiten der E-Loks sind unter anderem, da\u00df sie mit einer  Fahrdrahtspannung von 6,25 kV und einer Frequenz von 50 Hz, also von  Strom gespeist werden, der von den umliegenden Kraftwerken erzeugt wird,  ohne diesen auf 16,7 Hz zu drosseln, wie es bei der Deutschen Bahn AG  n\u00f6tig ist. Unsere Frage, ob die h\u00f6here Frequenz zu Problemen bei der  Signal- und Sicherungstechnik f\u00fchren w\u00fcrde, wurde dahin gehend  beantwortet, da\u00df die Rheinbraun ihr eigenes Signal- und Sicherungssystem  aufgebaut hat. Die E-Loks seien schliesslich auch Sonderanfertigungen,  wobei die neuste Baureihe, die EL 2000, von Adtranz hergestellt wird.  Sie hat eine Anfahr-Zugkraft von 500 kN und besitzt drei  F\u00fchrerstandspulte damit der Lokf\u00fchrer jederzeit von den beiden \u00e4u\u00dferen  F\u00fchrerst\u00e4nden an den angeh\u00e4ngten Waggons nach hinten blicken kann oder  in Kurvenfahrten einen besseren Blick nach vorne hat. Au\u00dferdem k\u00f6nnen  mit ihr Steigungen von bis zu 20,5 Promille aus dem Stand \u00fcberwunden  werden, was zuvor nur mit einer weiteren Lok zu bew\u00e4ltigen war.  Anschlie\u00dfend durften wir noch einen Blick auf die Strecke werfen und  hautnah miterleben, wie ein geschobener G\u00fcterzug an uns vorbeifuhr.  Dieser hat sich schon von weitem durch ein kurzes Intervall von lauten,  hohen T\u00f6nen angek\u00fcndigt. Abschlie\u00dfend noch ein paar Daten zum  Eisenbahnbetrieb: T\u00e4glich werden rund 800 Zugfahrten vom  Zentralstellwerk koordiniert, die k\u00fcrzeste m\u00f6gliche Zugfolge betr\u00e4gt  drei Minuten, die H\u00f6chstgeschwindigkeit der Z\u00fcge 60 km\/h und die max.  Kohlebef\u00f6rderungsmenge pro Zug betr\u00e4gt 1 400 Tonnen. Weitere Infos und  eine Brosch\u00fcre ,,Rheinbraun informiert: Eisenbahnbetrieb bei  Rheinbraun&#8220; sind zu beziehen unter: Rheinbraun AG, Eisenbahnabteilung,  41515 Grevenbroich. Der Betrieb dort war ein gigantisches Erlebnis im  wahrsten Sinne des Wortes, leider wurde uns kein einziges Signalbild  gezeigt. Unser Aufenthalt dort betrug ca. 1,5 Std. und war ein w\u00fcrdiger  Abschlu\u00df unsers vollgepackten, aber sch\u00f6nen Tages. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"> [<em>Andreas Butz, 05.08.2000] [\u00dcbernommen \/ \u00dcberarbeitet 24.03.2019: RG]<\/em>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Freitag den 03. 09. 1999 wurde Exkursion zum Signallabor (ELVA) der RWTH Aachen, der D\u00fcrener Kreisbahn in D\u00fcren sowie zum Zentralstellwerks der Rheinbraun AG in Auenheim durchgef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[93,94,91,95,92],"class_list":["post-503","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-exkursionen","tag-dkb","tag-dueren","tag-elva","tag-rheinbraun","tag-rwth-aachen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/503","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=503"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/503\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":592,"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/503\/revisions\/592"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=503"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=503"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=503"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}