{"id":493,"date":"2003-05-04T16:15:37","date_gmt":"2003-05-04T14:15:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/?p=493"},"modified":"2019-03-25T09:01:01","modified_gmt":"2019-03-25T08:01:01","slug":"2003-aka-bahn-exkursion-nach-bayern-und-salzburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/exkursionen\/2003\/05\/04\/2003-aka-bahn-exkursion-nach-bayern-und-salzburg\/","title":{"rendered":"2003 &#8211; AKA Bahn Exkursion nach Bayern und Salzburg"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Exkursion vom 1. bis 4. Mai 2003 f\u00fchrte nach Salzburg zum Busbetrieb der Salzburg AG (O-Bus) sowie der Salzburger Lokalbahn, der Bayerischen Oberland-Bahn in Holzkirchen, der Wendelsteinbahn und zur S\u00fcdostBayernBahn (SOB) in M\u00fchldorf. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n<!--noteaser-->\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Donnerstag, 1. Mai 2003<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Anreise \u00fcber die Ausserfernbahn<\/h4>\n\n\n\n<p>Am ersten Tag der Exkursion ging es \u00fcber die <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Au\u00dferfernbahn  (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Au%C3%9Ferfernbahn\" target=\"_blank\">Au\u00dferfernbahn <\/a>und die Nebenstrecken via Wasserburg am Inn \/ Bf nach Bad Endorf.<\/p>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><th>Halt<\/th><th>an<\/th><td> <strong>ab <\/strong><\/td><td> <strong> Fahrt <\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Frankfurt Hbf<\/td><td><br><\/td><td> 06:44 <\/td><td> EC 52 <\/td><\/tr><tr><td>Darmstadt Hbf<\/td><td><br><\/td><td> 07:03 <\/td><td><\/td><\/tr><tr><td>Mannheim Hbf<\/td><td>07:37<\/td><td> 07:54 <\/td><td>  IC 2053 <\/td><\/tr><tr><td>Heidelberg Hbf<\/td><td><br><\/td><td> 08:07 <\/td><td><\/td><\/tr><tr><td>Stuttgart Hbf<\/td><td>08:46<\/td><td> 08:53 <\/td><td> EC 61 <\/td><\/tr><tr><td>Ulm Hbf<\/td><td>09:53 (+5)<\/td><td> 09:58 (+3) <\/td><td>  RE 21339 <\/td><\/tr><tr><td>Kempten(Allg\u00e4u)Hbf<\/td><td>10:56<\/td><td> 11:24 <\/td><td> RB 5517  <\/td><\/tr><tr><td>Reutte in Tirol<\/td><td>12:48<\/td><td> 13:01 <\/td><td> R 5485 <\/td><\/tr><tr><td>Garmisch-Partenkirchen<\/td><td>13:57<\/td><td> 14:08 <\/td><td> RE 5416  <\/td><\/tr><tr><td>M\u00fcnchen Hbf<\/td><td>15:28<\/td><td> 15:42 <\/td><td> RB <\/td><\/tr><tr><td>Grafing<\/td><td>16:05<\/td><td> 16:01 (+7) <\/td><td> S5 <\/td><\/tr><tr><td>Ebersberg<\/td><td>16:08 (+7)<\/td><td> 16:22 <\/td><td>  RB 71033  <\/td><\/tr><tr><td>Wasserburg am Inn \/ Bf<\/td><td>16:53<\/td><td> 17:00 <\/td><td>  RB 31783 <\/td><\/tr><tr><td>Rosenheim<\/td><td>17:25<\/td><td> 17:31 <\/td><td>  RE 31027 <\/td><\/tr><tr><td>Bad Endorf<\/td><td>17:42&nbsp;<\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Freitag, 2. Mai 2003<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"> Der Tag in Salzburg (von Elias Dahlhaus) <\/h4>\n\n\n\n<p>Wir besuchten zu allererst den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Salzburg_AG#%C3%96ffentlicher_Personennahverkehr\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Busbetrieb der Salzburg AG. (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Busbetrieb der Salzburg AG.<\/a>&nbsp;Fast  alle Buslinien der Salzburg AG werden durch O-Busse betrieben. W\u00e4hrend  eines Vortrages durch Mitarbeiter der Salzburg AG bekamen wir eine Reihe  interessanter Informationen. Dies betraf vor allen Dingen das gesamte  Leit- und Informationssystem. Ein Sender, der den Kontakt zu allen  Bussen und O-Bussen h\u00e4lt, besteht auf dem Kapuzinerberg. Auch Busse  anderer Gesellschaften sind mit einbezogen. Die Ortung der Fahrzeuge  erfolgt \u00fcber GPS. Bei O-Bussen k\u00f6nnen Lichtsignale \u00fcber die  Fahrleitungen beeinflusst werden. Ein wesentlicher Teil des Systems ist  die Fahrgastinformation. In der Stadtmitte sind viele Haltestellen mit  S\u00e4ulen ausgestattet, an denen angezeigt ist, wie viele Minuten man f\u00fcr  eine bestimmte Linie warten muss. Einige Haltestellen sind auch mit  akustischen Fahrgastinformationen ausgestattet. An den  Informationss\u00e4ulen ist nur die zu erwartende Wartezeit einer jeden  Buslinie angezeigt, nicht die Sollwartezeit nach Fahrplan. Wenn ein  Fahrzeug an irgendeiner Stelle warten muss (z.B. wegen Stau), so bleibt  die angezeigte Wartezeit an den Informationss\u00e4ulen stehen. Wenn der Bus  an der Haltestelle angekommen ist, wird die an der Informationss\u00e4ule  angegebene Wartezeit automatisch gel\u00f6scht. In Au\u00dfenbereichen kann sich  der Fahrgast \u00fcber das Mobiltelefon informieren, was die augenblicklichen  Wartezeiten betrifft. \u00dcber das Fahrgastinformationssystem gibt es in  Salzburg keine Beschwerden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Der zweite von uns besuchte Standort war die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Salzburg_AG#%C3%96ffentlicher_Personennahverkehr\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Salzburger Lokalbahn (SLB). (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Salzburger Lokalbahn (SLB).<\/a>&nbsp;Hier  handelt es sich um eine nicht von der \u00d6BB betriebene elektrische  Nebenbahn, die Personen- und G\u00fcterverkehr betreibt. Wir trafen zun\u00e4chst  im Betriebshof der Salzburger Lokalbahn ein, wo uns die  Betriebsdurchf\u00fchrung erkl\u00e4rt wurde und die Fahrzeuge vorgestellt wurden.  Der heutige Personenverkehr wird mit stadtbahn\u00e4hnlichen Triebwagen  durchgef\u00fchrt. Der meiste G\u00fcterverkehr sind Kohleganzz\u00fcge. Aber auch  Einzelwagenverkehr findet statt. Die Salzburger Lokalbahn hat ein  einziges zentrales Stellwerk, das mit einer von Siemens entwickelten  modernen Relaistechnik arbeitet. Von dort aus wird die gesamte  Zuglenkung durch einen Zugleiter durchgef\u00fchrt. Dieselbe  Stellwerkstechnik wird auch bei der Wiener U-Bahn angewendet. Signale  sind hier grunds\u00e4tzlich kombinierte Haupt- und Vorsignale. Zwei gr\u00fcne  Punkte bedeuten, dass die Durchfahrt erlaubt ist, ein gr\u00fcner und ein  gelber Punkt bedeutet, dass Durchfahrt erlaubt ist, aber beim n\u00e4chsten  Signal Halt zu erwarten ist. Gleisfreimeldung erfolgt durch Achsz\u00e4hler.  In diesem System gibt es keine Rangierstra\u00dfen, sondern Rangierbereiche.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Wir fuhren danach mit einem alten Triebwagen\n der SLB bis nach B\u00fcrmoos und konnten uns einiges veranschaulichen, was \nuns vorher erkl\u00e4rt worden ist. Das Fahrzeug wurde \u00fcbrigens von demselben\n Herrn gefahren, der uns auch den Betrieb erkl\u00e4rte. Im \u00fcbrigen m\u00fcssen \nalle Mitarbeiter alles k\u00f6nnen. D.h. unter anderem, dass der Ingenieur \nauch in der Lage sein muss, ein Triebfahrzeug zu f\u00fchren. Die R\u00fcckfahrt \nvon B\u00fcrmoos endete im unterirdischen Bahnhof der SLB am Hauptbahnhof von\n Salzburg.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Die letzte Station unseres Besuchs in Salzburg war die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Festungsbahn_Salzburg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Festungsbahn. (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Festungsbahn.<\/a>&nbsp;Hier  handelt es sich um eine Standseilbahn, die die Altstadt mit der Festung  verbindet. Die Festungsbahn wird \u00fcbrigens von der Salzburger Lokalbahn  betrieben. Was die Leit- und Sicherungstechnik betrifft, sind Telefon-  und Signal\u00fcbertragung getrennt. Durch regelm\u00e4\u00dfige Pr\u00fcfung der  technischen Anlagen ist es bisher nicht zu St\u00f6rungen gekommen. Die  normale Bremsung erfolgt \u00fcber eine Motorbremse. Sollte aber eine  Zwangsbremsung erfolgen, wird der Motor ausgeschaltet und eine  Hydraulikbremse eingesetzt. Dann wird auch der Ruck auf das Seil  higenommen. Verletzte kann es im Fall einer Zwangsbremsung geben, die  eine Bremsverz\u00f6gerung von 1 m\/s<sup>2<\/sup> besitzt. Weiterhin haben  beide Fahrzeuge Schienenzangenbremsen. Wir haben uns auch die Fahrzeuge  von unten betrachten k\u00f6nnen. Eine Seite hat einen Doppelspurkranz, und  die andere Seite hat eine Walze. Die beiden Fahrzeuge haben den  Doppelspurkranz an verschiedenen Seiten. so ist es m\u00f6glich, die beiden  Fahrzeuge im Kreuzungsbereich auf verschiedene Gleise zu lenken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Samstag, 3. Mai 2003<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bayerische Oberland-Bahn und Wendelstein<\/h4>\n\n\n\n<p>Es wurde heute die Bayerischen Oberland-Bahn in Holzkirchen besucht, welche s\u00fcdlich von M\u00fcnchen den Nahverkehr auf den Strecken nach Lenggries, Bayrischzell und Tegernsee betreibt. <\/p>\n\n\n\n<p>In Holzkirchen erfolgte ein umfangreiches Programm:<br>&#8211; Vorstellung des Betriebes<br>&#8211; Besichtigung der Betriebsleitung<br>&#8211; Besichtigung der BOB-Werkst\u00e4tten<\/p>\n\n\n\n<p>Die R\u00fcckfahrt nach Bad Endorf erfolgte anschlie\u00dfend mit dem landschaftlich sehr reizvollen Umweg \u00fcber den Wendelstein mit Seil- und Zahnradbahn<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sonntag, 4. Mai 2003<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die S\u00fcdostbayernbahn  (von Holger Metschulat) <\/h4>\n\n\n\n<p>&nbsp;Nachdem wir das Quartier, das uns die  letzten Tage beherbergt hatte, verlassen hatten, ging es \u00fcber Rosenheim  nach M\u00fcnchen Ost. Dort stiegen wir in einen Triebwagen der  <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%BCdostbayernbahn\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"S\u00fcdostBayernBahn (SOB) (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">S\u00fcdostBayernBahn (SOB)<\/a> nach M\u00fchldorf um. Im Zug wurden wir im Namen der  SOB von Dirk Menne begr\u00fc\u00dft, der uns \u00fcber die SOB und ihre Aufgaben  berichtete.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Seit Juni 2002 gibt es die S\u00fcdostBayernBahn \n(SOB), eine Gesellschaft der Deutschen Bahn, die sich um das \nStreckennetz von M\u00fchldorf in Richtung Passau, Simbach, Alt\u00f6tting und \nBurghausen sowie M\u00fcnchen, Landshut, Traunstein, Freilassing und \nRosenheim k\u00fcmmern soll. Ziel: Mehr N\u00e4he zu den Kunden und auch zu den \noffiziellen Stellen wie Kommunen. In der S\u00fcdostBayernBahn sind die \nverschiedenen Bereiche der Eisenbahn &#8211; Infrastruktur, Stationen, \nBetrieb, Service und Verkauf &#8211; unter einem Dach zusammengefasst. Die \nS\u00fcdost-BayernBahn ist eines von vier &#8222;RegioNetzen&#8220; und verf\u00fcgt als \nsolches \u00fcber eine flexible, mittelst\u00e4ndische Struktur. Speziell f\u00fcr den \nBahnverkehr auf Nebenstrecken in l\u00e4ndlich strukturierten Gegenden werden\n dabei neue Wege beim Management sowie in der Instandhaltung und \nModernisierung der Gleisanlagen eingeschlagen. Trotz der st\u00e4rkeren \nSelbst\u00e4ndigkeit bleibt die S\u00fcdostBayernBahn Teil des Deutsche Bahn \nKonzerns. Das bedeutet, dass die g\u00fcnstigen Angebote der DB AG, wie zum \nBeispiel im Einkauf, trotzdem genutzt werden k\u00f6nnen; die Struktur jedoch\n so schlank wird, da\u00df sie mit einer lokalen Entscheidungskompetenz wie \ndie vielen privaten lokalen Netzbetreiber schnell agieren kann. So wird \nbei der Modernisierung der Infrastruktur besonderes Augenmerk auf eine \nAnpassung der eingesetzten Technik an die Erfordernisse von Nebenbahnen \ngelegt. Auch f\u00fchrt die S\u00fcdostBayernBahn regionalspezifische \nTarifangebote ein: so zum Beispiel das Wasserburg-M\u00fcnchen-Ticket.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Vor allem ist es die Aufgabe der SOB, \nschwach ausgelastete Schienenstrecken in der Region zu st\u00e4rken und zu \nerhalten. So zum Beispiel die Strecke Ebersberg &#8211; Wasserburg. Um auf \ndieser Verkehrsachse st\u00fcndliche Fahrten anbieten zu k\u00f6nnen, ist eine \numfassende Modernisierung der Strecke geplant: Dazu z\u00e4hlen die \nBeseitigung bzw. technische Sicherung von Bahn\u00fcberg\u00e4ngen, die \nModernisierung der Stationen sowie eine abschnittsweise Erneuerung der \nGleisanlagen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Zum Netz der SOB geh\u00f6rt ebenfalls die viel \nbefahrene und von vielen Pendlern benutzte Bahnstrecke M\u00fcnchen &#8211; \nM\u00fchldorf, die schrittweise ausgebaut werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Mit einer bewusst regionalen \nOrganisationsstruktur ist die S\u00fcdostBayernBahn auch vor Ort pr\u00e4sent und \nbeteiligt sich an \u00f6rtlichen Events mit Zusatzz\u00fcgen oder Extra-Halten. \nDamit nutzt die Bahn konsequent die unternehmerischen Potenziale vor \nOrt, um den wirtschaftlichen Betrieb von Bahnstrecken in der Fl\u00e4che \ndauerhaft zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Vor Ort konnte die regionale Ausrichtung \ndann direkt gesehen werden: Die Bedienung des neuen elektronischen \nStellwerks in M\u00fchldorf wurde nicht in das zentrale Stellwerk nach \nM\u00fcnchen verlegt, sondern erfolgt vor Ort durch Mitarbeiter der SOB. So \nk\u00f6nnen die beiden Fahrdienstleiter sich voll auf das SOB-Netz \nkonzentrieren. Das elektronische Stellwerk der Firma Siemens steuert den\n Linienstern M\u00fchldorf sowie die gesamte Strecke nach Rosenheim \u00fcber \nWasserburg und ersetzt mehrere elektromechanische Stellwerke, darunter \nzwei Vierreihenhebelwerke.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Die Teilnehmer konnten dann den sich \nst\u00fcndlich wiederholenden Ablauf in diesem Linienstern nachverfolgen: Aus\n sechs Richtungen treffen etwa zur Minute 30 Z\u00fcge in M\u00fchldorf ein, die \nnach kurzem Aufenthalt zum Umsteigen weiterfahren. Die fr\u00fcher \nerforderlichen Zugmeldungen mit den Nachbarbahnh\u00f6fen wurden durch eine \nZugnummernmeldeanlage ersetzt, bei der die Fahrt der Z\u00fcge elektronisch \ngemeldet wird. Sobald ein Zug in den Stellbereich einf\u00e4hrt, wird \u00fcber \neine Zuglenkung per im Rechner hinterlegter Gleisbesetzungstabelle die \nFahrstra\u00dfe in den Bahnhof hinein angesto\u00dfen. Lediglich bei der Abfahrt \nder Z\u00fcge m\u00fcssen die Fahrstra\u00dfen noch durch manuelle Kommandos \neingestellt werden, jedoch erfolgt auch hier das Stellen der Weichen und\n die Fahrtstellung der Signale automatisch. So kann der Betrieb der bis \njetzt durch das ESTW gesteuerten Strecken praktisch von einer Person \ndurchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Im M\u00fchldorfer Bahnhof gibt es noch eine \ngr\u00f6\u00dfere Abstellanlage mit Rangierbereich. W\u00e4hrend dieser Bereich fr\u00fcher \nebenfalls durch einen Fahrdienstleiter von einem Stellwerk gesteuert \nwurde, ist dieser Bereich jetzt durch eine EOW-Anlage bedient \n(Elektrisch Ortsgestellte Weichen). In diesem Bereich stellt sich der \nLokf\u00fchrer bzw. Rangierer den Fahrweg selbst an einer Stelltafel ohne \nMitwirkung eines Fahrdienstleiters ein. Damit kann der Fahrdienstleiter \nvon der Rangiererei entlastet werden und sich auf die Fahrten der \nPersonen- und G\u00fcterz\u00fcge konzentrieren, w\u00e4hrend das Rangierpersonal \nschnell und ohne Warten in seine Abstellgleise kommt. Nach der \nBesichtigung des EOW-Bereiches konnten wir noch einen Blick in das alte \nStellwerk &#8222;Mf&#8220; werfen, von welchem fr\u00fcher ein Teil des Bahnhofes bedient\n wurde. Die hohe Lage im 3. Obergescho\u00df und die gro\u00dfen Fenster zeigten: \nHier kam es fr\u00fcher auf \u00dcbersicht \u00fcber den Bahnhof und seine Gleise an, \nw\u00e4hrend heutzutage elektronische Achsz\u00e4hler die Belegung der Gleise \nanzeigen. Das Stellwerk war ein Vierreihenhebelwerk, dessen Kontakte \n\u00fcber zwei Stockwerke verteilt sind und welches trotz seiner im Vergleich\n zum Einreihenhebelwerk engen Anordnung der Verschlu\u00dfstangen ein relativ\n gro\u00dfes Verschlu\u00dfregister hatte. Die Anlage ist noch fast vollst\u00e4ndig \nerhalten, und so konnten wir unter fachkundiger Anleitung noch viele \nInformationen \u00fcber den fr\u00fcheren Betrieb dieses Stellwerkes erfahren. \nVielen Dank an das M\u00fchldorfer Personal f\u00fcr die detaillierten \nErl\u00e4uterungen!<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Nach einer St\u00e4rkung im Bahnhofsrestaurant \nwurde dann die Heimfahrt \u00fcber Landshut &#8211; Regensburg &#8211; N\u00fcrnburg &#8211; \nAschaffenburg angetreten. Auch hier erwartete die Aka Bahn-Teilnehmer \nein Leckerbissen: Auf der Strecke Regensburg &#8211; Aschaffenburg konnten \nabschnittsweise Teilnehmer auf dem F\u00fchrerstand der Lok mitfahren. Der \nZug wurde von einer 1116 (&#8222;Taurus&#8220;) der \u00d6BB gef\u00fchrt; eine weitere Lok \nhalf am Schlu\u00df mit. So ging es in Sandwichtraktion mit doppelter \nLeistung durch den Spessart, wobei dem Lokf\u00fchrer bei der Beobachtung der\n Strecke und der Signale sowie dem Kampf gegen Steigungen und den T\u00fccken\n der elektronischen Steuerungstechnik der Lokomotiven sprichw\u00f6rtlich \n\u00fcber die Schultern geschaut werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Damit ging dann auch die mehrt\u00e4gige  Exkursion zu Ende, die sicherlich vielen Teilnehmern einen Einblick in  die verschiedensten Themen der Eisenbahntechnik gegeben hat, bei der  aber auch der Spa\u00df und eine sehr sch\u00f6ne Landschaft nicht zu kurz kamen.  Vielen Dank den Organisatoren der einzelnen Programmpunkte und der  Unterkunft!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">\u00dcbernommen und \u00dcberarbeitet, 24.03.2019, RG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Exkursion vom 1. bis 4. Mai 2003 f\u00fchrte nach Salzburg zum Busbetrieb der Salzburg AG (O-Bus) sowie der Salzburger Lokalbahn, der Bayerischen Oberland-Bahn in Holzkirchen, der Wendelsteinbahn und zur S\u00fcdostBayernBahn (SOB) in M\u00fchldorf.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[78,77,87,76,86,79,81,84,85,83,82,88,80],"class_list":["post-493","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-exkursionen","tag-ausserfernbahn","tag-bad-endorf","tag-bayerische-oberland-bahn","tag-bob","tag-festungsbahn","tag-holzkirchen","tag-muehldorf","tag-salzburg","tag-salzburger-lokalbahn","tag-slb","tag-sob","tag-suedostbayernbahn","tag-wendelstein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/493","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=493"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/493\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":588,"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/493\/revisions\/588"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=493"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=493"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.akabahn.de\/homepage\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=493"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}